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Ausstellung Martina Kelting

"Hamburg & die Frauen"

Mein Name ist Martina Kelting und ich bin vor 51 Jahren in Hamburg geboren. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne.

Vor etwa 11/12 Jahren bin ich durch einen Flyer auf das Kunsthaus Schenefeld aufmerksam geworden. Und ich meldete mich für einen Malkurs an. Einmal in der Woche begann so meine klassische Malausbildung. Farbe mischen, Formen gucken, Licht + Schatten, Kugeln, Kegel und Zylinder, Glas, Stein, Stoff.

Doch schnell reichten mir 2 Stunden Malen in der Woche nicht mehr aus. Erste Seminare wurden zusätzlich gebucht und ich konnte vom Malkurs am Donnerstag ins Freie Atelier am Dienstag wechseln. Hier arbeitet eine kleine, aber feine Gruppe Gleichgesinnter an eigenen Themen. Und zwar 6 Stunden lang …

As mein erstes großes Thema war schnell Hamburg gefunden. Die Elbe und der Hafen und die Elbphilharmonie, Schiffe und Kräne, Ottensen und die Schanze, die Reeperbahn und der Süllberg. Hier finden sich bis heute viele, viele Motive. Gemalt nach eigenen Fotos, habe ich lange mit eingeklebten Papierfetzen gearbeitet. Diese habe ich in einschlägigen Vierteln von den Wänden der Häuser abgepult, getrocknet und sie dann, als Grundierung auf die Leinwände gearbeitet. Zu sehen z. B. im Bild „Inside Markthalle“ oder auch in dem Bild „Zwei Punker“.

In neueren HH-Bildern, z.B. hier im Bild „789 Millionen“, verzichte ich allerdings zunehmend auf das Einkleben der Papiere. Speziell in diesem Bild (789 Mio. ) habe ich erstmals mit zusätzlichen Pigmenten gearbeitet.

Mein zweites Thema ist die figürliche Malerei. Sie ist vor etwa 7 Jahren dazu gekommen.

Erst ganz zurückhaltend - ich habe z.B. mal im Sommer-Urlaub Menschen am Strang gezeichnet; oder mal ganz mutig ein erstes Seminar in Essen gebucht; oder hier und da mal ein 4-stündigen Wochenendkurs - ist die figürliche Malerei mittlerweile mindestens mit HH gleichgezogen.

Denn seit drei Jahren mache ich nun mehrmals im Jahr jeweils einwöchige Malreisen an die Ostsee. Dort wird intensiv, stundenlang, gerne auch bis Mitternacht, mit einem Modell gearbeitet. Und das war wie ein Weckruf für mich.

Das Modell tanzt, steht kurz ( also etwa 2 min) still, bewegt sich wieder und findet eine neue Haltung. Das übt das schnelle Gucken und Erfassen von einer Position. Was ist wichtig, wo muss es stimmen und wo kann ich auch etwas offen lassen. Mittlerweile sitzt die Anatomie.

Oder das Modell steht länger still, 20 Minuten, geht aus der Position raus, streckt sich um dann erneut die gleiche Position einzunehmen und wieder 20 Minuten still zu stehen.

Alte, aber auch eben erst gemalte Bilder, dienen als Grundierung und werden gedreht und sofort wieder übermalt. Dadurch entstehen spannende Untergründe. Zu sehen z.B. in „Der rote BH“ oder auch „Afrika“. Anders als in den HH-Bildern funktioniert bei der figürlichen Malerei die Collagetechnik nicht.



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